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by Rolf Groschner (Editor), Stephan Kirste (Editor), Oliver W. Lembcke (Editor)
Vom Wert der Wurde wissen wir aus ihrer Ideengeschichte. Wird sie vergessen, verliert ein ethisches Grundprinzip des Verfassungsstaates seinen politischen Gehalt. Solchem Verlust setzen die zwolf Beitrage des Tagungsbandes eine Besinnung auf die ursprungliche Bedeutung der Wurde am Beginn der Neuzeit entgegen. Charakteristisch fur den Geist der Renaissance ist sein Streben nach Altem und Neuem: Er entdeckt die antiken und christlichen Traditionen der Sozialitat neu, emanzipiert sich aber zugleich von den alten Lehren der Orthodoxie im neuzeitlichen Glauben an die menschliche Subjektivitat. Inspiriert durch das Philosophieren der italienischen Humanisten bot die Tagung Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit den Quellen. Sie lassen erkennen, welcher Zusammenhang damals erfunden wurde - der Verweisungszusammenhang zwischen Subjektivitat und Solidaritat. Er weist einen Weg aus der solipsistischen Verkurzung der modernen Wurde.
Author Biography
Rolf Groschner, ist Professor fur Offentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Universitat Jena; 2009/10 Fellow am Max-Weber-Kolleg fur kultur- und sozialwissenschaftliche Studien in Erfurt.Stephan Kirste, ist Professor fur Offentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Universitat Heidelberg.Oliver W. Lembcke, ist Vertreter der Professur fur Vergleichende Regierungslehre an der Bundeswehr-Universitat Hamburg.