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by Dieter Vaitl (Author)
Die wissenschaftliche Beschaftigung mit Meditation hat entscheidend dazu beigetragen, dass sie als bewusstseinsverandernde Ubungspraxis einen dominanten Stellenwert im Kanon der Verfahren zur systematischen Introspektion und Vertiefung der Selbsterkenntnis errungen hat. Die wissenschaftlichen Erforschung zeigte, dass vor allem die dem Buddhismus entstammenden Meditationsweisen an biologisch verankerte mentale Prozesse anknupfen, einen Sitz im Leben haben und mit ihren Ubungsvorschriften sehr verhaltensbezogen vorgehen. Dies erlaubt eine Transformation und Einbettung der meditativen Verfahren und ihrer Ubungselemente in Konzepte der modernen Psychologie und Hirnforschung.
Wie die neurowissenschaftlichen Befunde zeigen, sind es hauptsachlich Prozesse der Aufmerksamkeitsmodulation und Emotionsregulation, die durch diese Verfahren in Gang gesetzt werden. Die wissenschaftliche Fundierung hat ausserdem im vergangenen Jahrzehnt wesentlich dazu beigetragen, dass sich Meditationstechniken heute einer breiteren gesellschaftlichen Akzeptanz erfreuen als zuvor und Eingang in die klinisch-psychologische Versorgung von Patienten mit verschiedenen Storungen und Erkrankungen gefunden haben.